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Mindel Open Air am 16.07.2022

Musikverein setzt begonnene Veränderung fort

Unter dem Namen "Mindel Open Air" veranstaltete der Musikverein Burtenbach sein allseits bekanntes Mindelfest mit Mindelstechen im Jahr 2019 erstmals in neuem Gewand. Statt wie bisher an zwei Tagen fand das Fest nur noch am Samstagabend – ohne Zelt und unter freiem Himmel – und mit einem geänderten Ablauf und kulinarischem Angebot statt. Mittelpunkt des Festes war die „Stammbar“, die rund um einen Baum in der Mitte des Platzes vor dem Musikheim aufgestellt wurde. Neben der allseits beliebten traditionellen Küche mit Grillwürsten, Steaks und Hähnchen gab es die „Burger-Bude“ und für alle Kaffeeliebhaber und Naschkatzen die „Coffee Corner“. Zum Auftakt des Mindel Open Air wurde das Mindelstechen angepfiffen, ehe die Besucher Blasmusik genießen konnten.

Nach 2-jähriger Zwangspause knüpft der Musikverein am Samstag, den 16. Juli 2022 nun an den Erfolg von 2019 an und setzt die begonnene Veränderung fort. Das Fest findet wiederum ausschließlich am Samstagabend statt. Das kulinarische Angebot wurde erneut etwas angepasst: Geblieben ist die traditionelle Küche, sodass alle Liebhaber von Grillspezialitäten auf ihre Kosten kommen werden. In der „Burger-Bude“ ist der Name Programm, wobei das Team eine Variante mit Fleisch und einen vegetarischen Burger kreiert hat. Die „Süße Hütte“ bietet dieses Jahr mit Waffeln und Crepes einen leckeren Nachtisch an. Mittelpunkt ist erneut die „Stammbar“, die zu kühlen Getränken und entspannten Gesprächen einlädt. Auch im Jahr 2022 steht hinter dem neuen Konzept weit mehr, als nur eine Namens- und Essensänderung. Ziel ist es weiterhin, die Kapelle in ihrem Fest selbst widerzuspiegeln. So spielen im Musikverein Burtenbach Jung und Alt stets treu vereint Seite an Seite. Dies sollte auch im Konzept des MindelOpenAir umgesetzt werden: Jung trifft Alt, Tradition trifft Moderne. Beispielsweise soll dies an der neuen Speisekarte deutlich werden, in der die traditionelle auf die moderne Küche trifft.

Das Mindel Open Air beginnt um 17.30 Uhr mit einem Highlight: Das Mindelstechen wird in alt bewährter Form durchgeführt. Für alle, die das Mindelstechen noch nicht kennen: Bei diesem Wettstreit kämpfen verschiedene, amüsant maskierte Teams um den Pokalsieg. Jeweils ein Mitglied jeden Teams steht sich dann auf einem über die Mindel gelegten Baumstamm, der bis vor Kurzem noch als Maibaum gedient hatte, gegenüber. Nun heißt es „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Ein jeder versucht, durch unterschiedliche Tricks und einer individuellen Taktik den Gegner mit einem strohgefüllten Beutel zum unfreiwilligen Abtauchen in den kühlen Fluss zu bewegen. Das Team, das die meisten Zweikämpfe für sich entscheiden kann, geht als Sieger des Mindelstechens hervor. Prämiert wird aber auch die Gruppe mit der schönsten und originellsten Verkleidung. Falls auch Sie mit Ihrem Dreier-Team beim Mindelstechen mitmachen möchten, dann melden Sie sich schnell noch (bis spätestens 14. Juli 2022) bei Michael Schwarz unter 0174-4759942 (gerne auch per WhatsApp) an.

Wenn das Mindelstechen dann vom unparteiischen Schiedsrichter abgepfiffen ist, greift zunächst die Blasmusik-Kombo „Loimsiader“ zu ihren Instrumenten, ehe diese ab 20 Uhr von den Musikerinnen und Musikern  aus Ettenbeuren abgelöst werden, sodass Sie den Abend über gut unterhalten werden. Später wird auch die Siegerehrung des Mindelstechens stattfinden.

Schauen Sie also doch einfach in Burtenbach vorbei, wenn es heißt „D‘ Gaudi isch garantiert“!

Der Musikverein Burtenbach freut sich schon jetzt über ihren Besuch auf dem Mindel Open Air!

Frühjahrskonzert 2022

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Publikum und hoffen, Sie bei einem unserer nächsten Auftritte wieder begrüßen zu können. 

Generalversammlung am 30.07.2021

Bei der diesjährigen Generalversammlung des Musikvereins Burtenbach am 30.07.2021 gaben der Vorsitzende Bernhard Ruf und der Dirigent Michael Schwarz einen Überblick über die Ereignisse im vergangenen Vereinsjahr. Alles stand im Schatten der Corona-Pandemie und so musste auch das kulturelle Leben im Verein zurückstecken. Ruf berichtete über eine trotzdem hohe Aktivität der Burtenbacher Musiker. Beispielhaft seien hier die Organisation einer „Musik-Rallye“ mit beleuchteten Instrumenten, der Oster-Malwettbewerb für Kinder oder die zahlreichen Videos, die vor allem in den Sozialen Medien für viel Anklang sorgten. Hervorzuheben war auch die Aktion „Maibaum Dahoim“, bei der man sich einen Maibaum für den eigenen Garten bestellen konnte. Trotz der großen Einschränkungen arbeiteten die Vereinsmitglieder zusammen und blieben vor allem durch WhatsApp, Telefonate oder auch einige Online-Musikerstammtische in Kontakt.

Der Dirigent berichtete über eine „musikalische Durststrecke“ im vergangenen Jahr. So kam er bei seiner Rechnung auf eine Pause von über acht Monaten, in denen das Leben im Musikverein brach lag. Er stellte jedoch heraus, dass es regelmäßig die Möglichkeit gab, bei Gottesdiensten in der evangelischen Kirche zumindest in einer kleinen Besetzung von fünf Spielern zu musizieren. Dies wurde auch vom anwesenden Dritten Bürgermeister Erwin Stöffel sehr gelobt. Er erwähnte außerdem wie wichtig der Verein für den Ort sei und wünscht sich weiterhin eine so hohe Aktivität.

Aus dem Bericht des Jugendleiters Jakob Eichele ging hervor, dass es derzeit einige Schüler gibt, die im Musikzentrum Mindeltal musikalisch ausgebildet werden. Dennoch sei es wünschenswert, wenn es noch mehr Schüler gäbe, die man dann auch langfristig für den Musikverein interessieren könnte.

Nachdem alle Berichte abgegeben wurden, standen die Neuwahlen der Vorstandschaft an. Einige der bisherigen Vorstandsmitglieder gaben ihr Amt – teilweise nach etlichen Jahren – auf. Aus dem Vorstand schieden aus: Kassierer Dieter Pfaudler, Schriftführerin Gabriela Mayer, Zweiter Dirigent Angelo Angermeyer, Notenwartin Waltraud Ganser und Beisitzerin Melanie Schweizer. Der Zweite Vorstand Volker Deininger dankte jedem für seine langjährige Tätigkeit mit persönlichen Worten und überreichte als Anerkennung ein kleines Präsent.

In der Vorstandschaft aktiv bleiben: Erster Dirigent Michael Schwarz, Zweiter Vorstand Volker Deininger, Jugendleiter Jakob Eichele und die beiden Beisitzer Manfred Rommel und Thomas Schweizer. Der bisherige Erste Vorstand Bernhard Ruf wird den Verein als Beisitzer weiter unterstützen.

Neu gewählt wurden: Erste Vorsitzende Miriam Schweizer, Kassierer Andreas Klarner, Schriftführerin Angela Klarner, Notenwartin Lena Steinlehner und Beisitzerin Melina Brutscher.

Ergänzt wird die Vorstandschaft von der Zweiten Dirigentin Lina Schlittenbauer, die sich vergangenes Jahr für eine Ausbildung zur Orchesterleitung entschieden hat. Erwin Stöffel stellte diese Besonderheit auch nochmals heraus, da der Verein nun drei Dirigenten aus den eigenen Reihen verzeichnen kann. Er wünschte der neuen Vorstandschaft viel Erfolg für die kommenden Aufgaben und weiterhin einen so großen Zusammenhalt. Die Generalversammlung endete mit einem Musikstück der kleinen Besetzung des Musikvereins.

Von links stehend: Beisitzer Thomas Schweizer, Beisitzer Manfred Rommel, Dirigent Michael Schwarz, Beisitzer Bernhard Ruf, Jugendleiter Jakob Eichele

Von links sitzend: Notenwartin Lena Steinlehner, Erste Vorsitzende Miriam Schweizer, Zweiter Vorsitzender Volker Deininger, Schriftführerin Angela Klarner, Beisitzerin Melina Brutscher

Aktion "Maibaum Dahoim"

Im Frühjahr hatte sich so langsam abgezeichnet, dass es aufgrund der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie wohl kein Maibaumsetzen und Maifest geben würde.

Das brachte Bernhard Ruf und seine Frau Sabine auf eine Idee: Der Vorstand des örtlichen Musikvereins wollte einen „Maibaum Dahoim“ bauen. Bald glänzte der Prototyp in seinem Garten – blau-weiß gestreift sollte er sein, oben auf eine Bayernflagge. Zwei Wappen wurden angebracht, eines davon natürlich mit dem des Musikvereins, das andere mit einem netten Maiengruß. Zum Abschluss erhielt der Maibaum noch einen Kranz, der mit bunten Bändern verziert wurde. Stattlich machte er sich dort am Gartenzaun und zog die Blicke auf sich. Als Ruf dann seinen Kollegen vom Musikverein die Idee erzählte, waren diese sofort Feuer und Flamme. So entschied man sich über die sozialen Medien und das örtliche Mitteilungsblatt diesen selbstgebauten „Maibaum Dahoim“ auch der Bevölkerung anzubieten.

Doch mit dem dann folgenden Ansturm hatten die Musiker nicht gerechnet: innerhalb von einem Tag war das begrenzte Kontingent ausverkauft. Auch eine Aufstockung um 14 Bäume hielten dem Andrang nicht stand und es konnten leider nicht alle Bestellungen berücksichtigt werden. Schon in ihren E-Mails und Anrufen zeigten die Besteller eine enorme Freude über die Aktion des Musikvereins.

Nun hieß es „ran an die Arbeit“: Durch die Sponsoren des Bauunternehmens Dumerth und der Baumschule Scheel wurde das benötigte Holz zur Verfügung gestellt. In Zweier-Grüppchen arrangierte man sich nun Corona-konform und teilte die Arbeitsgruppen zeitlich und örtlich verschieden auf um erst einmal das Holz zu bearbeiten. Es wurde geschleift, gesägt und lackiert – Bänder geschnürt, Schilder gedruckt und laminiert, Kränze gebunden. Gegen eine Spende wurde sogar ein zusätzliches Herz aus Holz geschnitten, was durchaus Anklang in der Bevölkerung fand. Immer wieder traf man sich zu einer Online-Videokonferenz um den Arbeitsfortschritt, das weitere Vorgehen und die Terminierung abzustimmen. Viel Arbeit lag hinter den Musikern des Musikvereins – doch am 30.04.2021 konnten sie stolz auf 44 Bäumchen blicken. Einige davon wurden innerhalb eines Abholslots von den Käufern selbst abgeholt, ein Großteil wurde dann von einzelnen Autos ausgeliefert. Als zusätzliches Schmankerl lieferte man zwei Flaschen Maibock, sowie ein selbstgedichtetes Lied für das „Maifest Dahoim“ mit. Spätestens als man in die vielen lachenden Gesichter blickte, die sich über ihren eigenen Maibaum in ihrem eigenen Garten freuten, wusste man, dass sich die Arbeit gelohnt hatte.

 

Der zweite Vorstand des Vereins zog in der letzten Videokonferenz das Resümee: „Es war echt eine super Idee von unserem Vorstandspaar und noch besser war, dass wir sogar in diesen schwierigen Zeiten alle zusammengearbeitet und geholfen haben. Mir hat es riesig Spaß gemacht! Trotzdem hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wieder einen normalen, großen Maibaum haben und unser gewohntes Maifest mit Tanz am 30. April machen können!“

 

Bilder können Sie in der Bildergalerie ansehen!

Auf gehts - Teilnehmen macht nicht nur spaß , sondern lohnt sich auch noch! :-)